Glaskunstdesigner für Farben im Licht - Martin Halter - ist bekannt - Kunst und Handwerk unteilbar vereinigen zu können
kreative Visualisierungen - die
sich im Interieur auch integrieren
lassen oder als Glasbild am Fenster
in Erscheinung treten
Als Werkstoff dienen mundgeblasene,
farb-überfangene Antikgläser, die es gilt
z.B. auch alternativ einer Spezial-Aetztechnik zu unterziehen
Formal ist jede erdenkliche Art umsetzbar und in Kombination zusätzlicher
Verarbeitungstechniken erfüllend darzubieten. Die langjährige Erfahrung
und eine äusserst dizipliniert ausgerichtete Kreativität für die Realisierung
von wünschbaren Aetzformen, sind beste Voraussetzungen, um eine
solch interessante Technik anzubieten.
Sie finden HIER weitere Informationen oder können sich via Kontakt mit uns
in Verbindung setzen.
Grosse Auswahl von Glaskunst-Unikaten in der Atelier-Ausstellung repräsentiert, - nach den Entwürfen von Martin Halter und mit dem Atelier-Team technisch verarbeitet und realisiert. Kontakt: info@glasmalkunst.ch
Thematisch
versinnbildete Identitätsmerkmale, als mobile Kunstform für Ihr
Alltagsfenster gestaltet, um an dieser Stelle vorgehängt - Ihnen den Dialog
mit den Farben im Licht gewährleisten zu können...
Berufung zum Glasmaler vor Jahr und Tag...
Persönliche
Beratung und konkrete Glaskunst-Ideen Auch
wenn sie noch keine konkrete Idee haben, sondern nur eine vage Vorstellung, ist
das kein Problem. Martin Halter ist Ihnen mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung
gerne behilflich und bringt eigene Glaskunst-Ideen in Ihr Projekt ein. Lassen
Sie sich inspirieren! Glasmalkunst ist ein kreativer Prozess – von der
Ideenfindung bis zur materialgerechten Umsetzung
Mit
Glasmalkunst in Ihren Räumen schaffen Sie einen bleibenden (Mehr-)Wert und
setzen besondere architektonische Akzente. Die atmosphärische Wirkung ist
einzigartig. Mit unsere Hilfe wird Ihre Idee Realität. Wir freuen uns auf Ihren
Auftrag - Ihr Atelier für Glasmalkunst in Bern!
Nachhaltig
konzipierte Glaskunst-Inszenierungen weisen mehrere Vorteile auf - im
Gegensatz zu einer beliebig inszenierten Darstellung, welche eine materialgerechte Verbindlichkeit bewusst ausgrenzen möchte...
Mundgeblasenes, farbiges Antikglas
beinhaltet eine belebende Struktur, welche eine erwünschte Refraktion des
durchscheinenden Lichtes erzeugt. Glasdesign mit Farben im Licht ist deshalb nicht
einer statischen Kunstform zu zuordnen. Das heisst auch, dieses spezielle Glas
reagiert jeweils auf die äusseren Witterungs-Bedingungen, welche den
Lichteinfall durch die farbige Glasfläche mit beeinflussen. Die ursprüngliche
Glasmalerei bedient sich für die formale Gestaltung, unterstützend auch mit dem
Einsatz von Bleiprofil-Ruten. Einerseits können unterschiedlich eingefärbte
Einzel-Glasteile zu einer ganzflächigen Komposition zusammengefügt werden
(später verlötet werden), andererseits übernimmt eine bewusst rhythmische Bleinetzführung,
ein massgebendes und wichtiges Gestaltungsprinzip. Von je her sollte die
Glas-Blei-Einteilung nicht einzig seiner Zweckgebundenheit dienen. Oft wird
dies falsch verstanden. Die bewusst einzusetzende Bleinetzführung soll auch dem
formalen Anspruch nachkommen, um der entsprechenden Komposition ein
rhythmisches Spiel mit den unterschiedlichsten Grössen und Flächen zu
ermöglichen. Insofern kann eine Glas-Blei-Einteilung einen passend integralen
Formenschatz in Bezug auf das bereits bestehende Raumbehältnis aktiv
generieren, um sich als Bestandteil architektonischer Kreation, nachhaltig und
verantwortungsbewusster in Szene bringen zu können.
Aktuell werden solche
Gesetzmässigkeiten jahrzehntelanger Erkenntnisse und Erfahrung mit dieser
Kunstform vermehrt ausgegrenzt, um sich vermeintlich in uneingeschränkter
Manier und möglichst beliebig mit dieser Materie auseinandersetzen zu können.
Es ist deshalb auch nicht verwunderlich, wenn parallel dazu die eigentlich
materialgerechten Aktivitäten in Vergessenheit geraten.
Das
heisst konkret, mittels transparenter Silikon-Mischung werden all die
zugeschnittenen, farbigen Einzel-Glasteile auf eine Float-Glasfläche
aufgeklebt. Die geringen Zwischenräume werden bei den einzelnen
Glasteile ebenso auf die Schnittkanten-Höhen aufgefüllt. Bekannt ist,
dass der Ausdehnungskoeffizient der Einzel-Glasteile (je nach
Einfärbung) und je nach Sonneneinstrahlung (Erwärmung), auch
unterschiedlich gegenüber der Gesamt-Float-Glasfläche
nachzuweisen ist. Deshalb sind kleine Rissbildungen bei der
aufgetragenen Silikonmasse zu erwarten, die sich im Laufe der Jahre, wo
diese wiederkehrend einem solchen Prozess jeweils ausgesetzt verbleiben,
vermehren werden. Die Silikon-Substanz selbst, wird sich nach mehreren
Jahren, durch die UV-Einstrahlung vermehrt von gelblich bis hin zu
bräunlich verfärben. Langzeitstudien stehen kaum zur Verfügung und die
Herstellerfirmen von Silikonprodukten können keine schriftlichen
Garantien ausstellen, weil die jeweilige Ausführung und Anwendung durch
Dritte individuell, zuweilen beliebig umgesetzt würde. Eine
Nachhaltigkeit für dieses verarbeitungstechnische Verfahren ist also
nicht zu erwarten. Insbesondere auch im Schadenfall eines Glasbruchs an
der Gesamt-Float-Glasfläche. Mit grossem Aufwand müssten erstmals alle
Einzel-Glasteile von der Gesamt-Glasfläche entfernt und anschliessend
aufwendig von Silikonablagerungen gesäubert werden. Alsdann alle
Glasteile wiederum auf der neuen Float-Glasfläche mit Silikon fixiert
werden.
Derweil
sind solche Arbeiten meistens nur
ausschliesslich in Verbindung mit einem unverhältnismässig hohen Aufwand
und
Risiko wieder instand zu stellen. Bisweilen werden solch
überdimensionierte
Glasflächen aus Kostengründen gar nicht mehr einer Reparatur unterzogen,
insbesondere grossflächig ausgerichtete, farbige Glascollagen, welche
auf
Floatgläsern in unterschiedlichem Klebeverfahren adaptiert wurden. Durch
die
zunehmende Einflussnahme von UV-Licht, auf bereits unzulänglich
umgesetzte
Glascollagen, werden sich solche Arbeiten bereits nach einer relativ
kurzen
Präsenz-Zeit von alleine als darstellende Kunstform im Bau
«verabschieden» -
mangels verarbeitungstechnischer Materialunverträglichkeit. Weitere
Probleme
sind ebenso bei örtlichen Wartungsarbeiten (z.B. banale wiederkehrend
auszuübende Reinigungsarbeiten, welche bei diesem Werkstoff zur
optimalen
Visualisierung, jeweils zwingend in regelmässigen Abständen erforderlich
bleiben) vorprogrammiert. Unsere Glasmaler-Vorfahren waren eigentlich
unserer
Zeit - punkto Respektierung einer materialgerechten Verarbeitungstechnik
– weit
voraus. Weil ebenso die Service-Freundlichkeit (für Reinigung
/Reparatur) respektiert und selbstverständlich mit eingeschlossen war
/ist. Martin Halter Bern
info@glasmalkunst.ch
Biografischer Hintergrund: Berns älteste Glasmaler-Familientradition der Gegenwart
Im Jahr 2016 feierte das Berner Glasmalereiatelier Halter sein
100-jähriges Bestehen. Martin Halter und sein Autorenteam nahmen das
Jubiläum zum Anlass, diese wunderbare Publikation in Zusammenarbeit mit
dem Berner Verlagshaus Haupt herauszugeben. Hält man das Buch zum ersten
Mal in den Händen, fällt einem gleich der feine Halbleineneinband auf.
Etwas gewöhnungsbedürftig ist das Kleinformat, angesichts dieses
faszinierenden Kunsthandwerks hätte das Format auch grösser ausfallen
dürfen. Eine kurze Einführung von Mirjam Fischer und Jürg Halter leitet
zum Hauptteil über, der die Geschichte des traditionsreichen
Familienunternehmens auf interessante Weise beleuchtet. Die
Glasmalereiwerkstatt wird heute von Martin Halter in dritter Generation
weitergeführt. Bereits sein Grossvater Louis Halter (1886 – 956) und
später sein Vater Eugen Halter (1920 – 1981) betrieben am Klösterlistutz
10 dieses einzigartige Kunsthandwerk. In enger Zusammenarbeit mit
Künstlern wie Albin Schweri (1885 – 1946), Ernst Linck (1874 – 1935),
Rudolf Münger (1862 – 929), Leo Steck (1883 – 1960), Louis Moilliet
(1880 – 1962), Paul Zehnder (1884 – 1973) und Max Brunner (1910 – 2007)
führte das Atelier Halter etliche Aufträge für Kirchenfenster aus. In
einem persönlichen Gespräch mit dem Autor Mathias Morgenthaler erinnert
sich Martin Halter an die Arbeitsweise und die Werke seines Grossvaters
und seines Vaters. Hier bei gibt er einen ganz persönlichen Einblick in
die Familiengeschichte und reflektiert in diesem Zusammenhang sein
eigenes heutiges Schaffen. Im darauffolgenden Abbildungsteil wird die
Einzigartigkeit der von Martin Halter erschaffenen «Farbglaswelten»
aufgezeigt. Während sein Grossvater und sein Vater heraldische oder
sakrale Darstellungen meist in runde, rechteckige oder nach
architektonischen Vorgaben vorbestimmte Formate einpassten, begann
Martin Halter bei seinen freien Arbeiten diese Begrenzungen komplett
aufzubrechen. Werke wie Spielerin (1987), Paradiesvogel (1996 / 97), 3
Fische(2007) sprengen im wahrsten Sinne des Wortes den Rahmen:
Menschliche Bewegungen, eingerollte Vogelfedern oder das turbulente
Wellenspiel mit drei schwimmenden Fischen greifen mittels ihrer freien
Umrissrahmung in die Fläche. Nicht unerwähnt dürfen die herausragenden
Aufnahmen der beiden Fotografen David Aebi und Max Reitmeier bleiben.
Den Fotografen ist es auf äusserst sorgfältige Weise gelungen, Halters
Glasmalereien im entsprechenden Licht subtil einzufangen. Die Monografie
findet ihren Abschluss in einem ausführlichen Anhang zu
handwerksspezifischen Aspekten, beispielsweise der Restauration und der
Erhaltung von historischen Farbglasscheiben. Besondere Erwähnung
verdient dabei das Kapitel zur Verarbeitungstechnik am Beispiel einer
Allianz-Wappenscheibe. Hier werden die einzelnen Arbeitsschritte vom
ersten Entwurf bis zum fertigen Werk mittels einer umfangreichen
Fotodokumentation anschaulich aufgezeigt. Dieser Teil führt uns vor
Augen, wie komplex und aufwendig sich der Beruf des Glasmalers
gestaltet. Mit der Herausgabe dieser Publikation und der Übergabe des
Ateliernachlasses an zwei schweizerische Museen und die Burgerbibliothek
Bern hat Martin Halter wohlweislich vorgesorgt, dass das fragile Erbe
dieses für Bern historisch bedeutungsvollen Familienunternehmens sicher
aufgehoben ist.
Zitierweise:
Christoph Messerli: Rezension zu:
Halter, Martin: Farbglaswelten. Ein aussergewöhnliches Kunsthandwerk.
Hrsg. von Mirjam Fischer und Jürg Halter. Bern: Haupt 2016. Zuerst
erschienen in: Berner Zeitschrift für Geschichte, Jg. 80 Nr. 4, 2018, S. 68-71.

Soeben
wurde im Atelier eine interne Strukturveränderung abgeschlossen. Martin
Halter als Vertreter der 3. und letzten Generation dieses Unternehmen,
engagiert sich weiterhin in Theorie und Praxis für interessierte
Personen /Institutionen (öffentl. + private), welche Auskünfte,
Unterstützungen oder neue Projekt-Bearbeitungen für Glasmalerei
/Glaskunst beanspruchen. Ebenso verbleibt der Reparatur- und
Wartungsdienst auf dem Gebiet dieser Kunstform (Glasmalerei u.
Bleiverglasungen) im Angebot. Kontakt info@glasmalkunst.ch
- Eine lange, dokumentierte Referenzliste vermag
das Engagement dieses Ateliers nachzuweisen. Zudem wurden von
unterschiedlichen Institutionen, während den letzten Jahren, in ihre
öffentliche Sammlungen Glaskunstwerke aus diesem Atelier übernommen:
Schweizerisches Nationalmuseum in Zürich, Bernisches Historisches
Museum, Berner Design Stiftung, Burgerbibliothek in Bern, Vitromusée in
Romont, Musée Arianan in Genf, etc.. -

Thematisch
versinnbildete Identitätsmerkmale, als mobile Kunstform für Ihr
Alltagsfenster gestaltet, um an dieser Stelle vorgehängt - Ihnen den Dialog
mit den Farben im Licht gewährleisten zu können...
Glaskunst-Aetzungen in unterschiedlicher Ausrichtung
info@glasmalkunst.ch
direkten Kontakt weitere Informationen: Martin Halter in Bern Haupt-Webseite Atelier für Glasmalkunst Bern
Besondere Glaskunst finden Sie hier in diesem Atelier. Wir lassen uns durch die innovative Kreation treiben und bleiben trotzdem dieser traditionellen Verarbeitungstechnik treu. Denn, wir lassen uns durch die materialgerechte Umsetzung für neu ausgerichtete Projekte stets herausfordern. Diese Verabeitungstechnik kann unsere schöpferische Kraft nicht einschränken. Sonderangebote:
Farben und Design im Licht - durchsichtbare Lebenswelt
info@glasmalkunst.chinfo@glasmalkunst.ch
direkten Kontakt weitere Informationen: Martin Halter in Bern
info@glasmalkunst.ch
info@glasmalkunst.ch
Berner Glasmaler /Kunstglaser Martin Halter Bern
Aetztechnik in Kombination von zusätzlicher Schwarzlot-Bearbeitungen - nach den Entwürfen von Martin Halter
Glaskunst-Accessoires info@glasmalkunst.ch
Martin Halters FARBGLASWELT
Verarbeitungstechnik: Glasmaler + Kunstglaser

Die Glasmalerei – ein Kunsthandwerk der besonderen
Ansprüche Martin Halter, gelernter Glasmaler u. Kunstglaser EFZ, Atelier für Glasmalkunst, Bern /Schweiz
Jedes Kunst- und Handwerk beinhaltet eigengesetzliche Voraussetzungen, die es zu berücksichtigen gilt, um Erzeugnisse herzustellen, welche für den interessierten Betrachter, als überzeugende Darbietung nachvollziehbar wirkt. Bei der
technischen Verarbeitung von Glasmalkunst, bleibt die Messlatte besonders hoch
angelegt.
Die vielen
verschiedenen Arbeitsabläufe, um ein komplettes Werkstück umzusetzen, fordert
eine ganz genaue Arbeitsweise, wobei jeder Sektor in sich soweit ausgerichtet
bleiben muss, um dem nächstfolgenden Arbeitsschritt zu zudienen.
Bereits von
Anfang an, muss sich ein Entwurfs-Gestalter für Glasmalerei stets bewusst
bleiben, nach welchen verarbeitungstechnischen Bedingungen und Gegebenheiten er
seine Gestaltung ausrichten möchte. Die Glasmaltechnik zwingt den Gestalter
verschiedene Kom-ponenten und Überlegungen gleich bei seiner Entwurfsgestaltung
mit einzubeziehen. Er sollte sich im Voraus ein Bild verschaffen können, wie eine Glasmalerei technisch zu verarbeiten
ist. Sich während der Entwicklungsphase, um zu einem Entwurf zu gelangen, die Frage
zu stellen, was ist möglich oder was lässt man lieber bleiben, damit die
Vorlage real materialgerecht umsetzbar bleibt.
Es stimmt
positiv, wenn man sich im Voraus die Eigenheiten dieser Technik über eine
seriöse Aufklärung zu nutzen macht und dazu braucht es ausreichende Informationen
und Kenntnisnahmen.
Wie ich zu
verstehen geben möchte, dieses Kunsthandwerk verträgt es schlecht, wenn man
noch im ersten Moment glauben
möchte, - sich mit der Vortäuschung
falscher Tatsachen zu begnügen - könne
man sich schlecht und recht in diese Materie vorteilhaft einbringen. Der
Hauptwerkstoff von farbigem Glas, bleibt in jedem Licht transparent. Daher lassen sich bei Glaskunst-Objekten
unge-wollte Erscheinungen oder Fehl-leistungen, nur ganz selten unbehelligt
kaschieren.
Genau so
haben technische Verarbeitungsmängel auch nie eine Chance, sich von ihrer
Verantwortung auszunehmen. Nach dem Entwurf erstellt der Glasmaler einen
genauen Scheibenriss her, wobei die Einzelglasteile bereits auf der
Linearzeichnung (Scheibenriss) nummeriert werden, um später eine Verwechslung
auszuschliessen. – Anschliessend werden die Glasschnittlinien auf ein dickes
Papier kopiert (inkl. die Nummerierung). Mit einem Doppelmesser (zwei
Klingeneinsätze mit einer Distanz von ca. 1.5 mm) oder einer Doppelschere
werden die einzelnen Felder zu Schablonenformen ausgeschnitten. Dieser
Schablonenschnitt dient dazu, die Schablonen-form kleiner auszuschneiden, da
dieser so entstandene Zwischenraum später vom Bleisteg beansprucht werden kann.
Mit Hilfe
des farbigen Entwurfes bestimmt nun der Glasmaler die Glasfarbenauswahl der
einzelnen Gläser bzw. Felder. Die Auswahl der unterschiedlichen farbigen
Glastonnuancierungen, ist manchmal eine sehr langwierige Aufgabenerfüllung. Der
Glasmaler kann im Gegensatz zum Aquarellisten, die Farben nicht vermischen.
Aber andererseits stehen ihm bis zu 5'000 rezeptierte Farbnuacierungen zur
Verfügung. Auf jedes ausgewählte Glas wird sodann die betreffende Schablone
aufgelegt.
Nach und
nach werden die Glasteile, entsprechend der Schablonenform, vom Kunstglaser
mittels Diamanten oder Stahlrad einzeln zugeschnitten. Zur Kontrolle werden
alle Einzelglasteile auf einer Glasplatte gemäss Scheibenriss zusammengestellt.
Derweil mit indirekter Tagesbeleuchtung
das gesamte Erscheinungsbild des fertigen Glaszuschnittes ermöglichen zu
können.
Sofern die
Glasteile auch noch mit Schwarzlotfarbe (Hammerschlag /z.T. Glaspulver) bearbeitet
werden sollen, werden einzelne oder im Verband zusammengestellte Gläser auf
einer neutralen Glasplatte fixiert (event. mit Bienenwachs oder Klebband).
Ein mit
Bienenwachs fixierten Gesamt-Glaszuschnitt,
stellt der Glasmaler auf eine gegen das Tageslicht (Fenster) gerichteten
Staffelei. Danach wird eine detaillierte Malpause zur Übertragung der
Schwarzlot-Pinselzeichnung unter das Trägerglas geschoben. Diese Pause dient als
Hilfsmittel, um das Sujet, die Konturen (Gesichtszüge, Hände, Stoffalten
u.s.w.) auf die Gläser zu übertragen. Im Voraus wird in der Regel ein Überzug
über alle Glasteile angelegt (entweder zur Entfettung oder für später eine
Licht-/Schattenweiterbearbeitung zu ermöglichen). Die mit der Glasmalfarbe
erzielten Effekte, reichen von der konventionellen Linie bis zu zarten
Modellierungen von Details jeglicher Art. Fakultativ stehen dem Glasmaler auch
noch Emailfarben (Transparents) zur Verfügung,
die bei der Bearbeitung einer Glasmalerei zusätzlich mit einbezogen
werden können.
Danach
werden die fertig bearbeiteten Glasteile wieder abgelöst, auf eine mit
Kreidemehl bestrichenen Stahlplatte gelegt und in einen Keramik-Brennofen
eingesetzt.
Durch einen
Brennprozess bei 550° - 600°C verbindet sich das Schwarzlot kratzfest mit der
Glasoberfläche.
Alsbald wird
durch den Kunstglaser, die nun mittlerweile im Zwischenstadium beendete
Glasmalerei „verbleit“.
Das heisst,
um jedes einzelne Glasteil wird eine biegsame Bleirute (liegendes H-Bleiprofil)
gelegt und das Profil angedrückt. Damit das Ganze am Schluss der
vorausbestimmten Grösse entspricht und die Verbleiung einen festen Halt in sich
erhält, müssen sämtliche Kreuzstellen oder „Bunden“ beidseitig verlötet werden.
Meistens wird das ganze Bleinetzwerk mit einer dünnen Zinnschicht überzogen,
was die Stabilität erhöht und zusätzlich eine frühzeitige Oxydation verhindert.
Am Ende dieses Arbeitsprozesses wird die Glasmalerei (Glasbild) noch
eingekittet, sodass sämtliche Zwischenräume zwischen Glaszuschnitt und
Bleiruten mit Kitt aufgefüllt bleiben. Nach einer Reinigung und nach einem
sauberen Polieren des Werkstückes, besteht nach Bedarf die Möglichkeit,
einzelne Partien mit Metallprofilen zu armieren. Letztendlich wird eine Aufhängevorrichtung
angelötet, um die Glasmalerei an seinem Bestimmungsort zu monieren.
In ähnlicher Art und Weise entstehen Kirchenfenster
nach dem gleichen kunsthandwerklichen Verarbeitungs-Prinzip.
Individuell gestaltete Glasbilder aus dem Blickwinkel des Glaskünstlers Martin Halter Bern